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Name:  Roman Hagara / Hans Peter Steinacher
Beruf:  Spitzensportler
Geburtsdatum: 30. April 1966 bzw. 9. September 1968
Nationalität: Österreich

Roman Hagara und Hans Peter Steinacher haben an Land gezogen, was die Weltmeere so hergeben: zwei Olympiatitel und zahlreiche Weltmeister- und Europameistertitel. Hinzu kommt, dass die beiden Österreicher gleich zwei Mal zum Team des Jahres (Sport Allgemein) gewählt wurden und sich als die erfolgreichsten österreichischen Sommersportler der Gegenwart bezeichnen dürfen. Also, schon alles gewonnen? Von wegen! Mit dem Einstieg in die Big-Boat-Szene dürfen sich die erfolgreichsten Sommersportler Österreichs nun auf „Speedmaschinen“ mit  der Weltelite der Segelszene messen. Die  Seriensieger haben es mit einer dichten Weltspitze und vielen „gleichwertigen“ Konkurrenten zu tun. Bereiten sich gerade deshalb akribisch vor und überlassen - wie gewohnt - nichts dem Zufall


Nach Goldmedaillen bei den Olympischen Sommerspielen 2000 (Sydney) und 2004 (Athen) richtet sich der Fokus der beiden Weltklassesegler jetzt auf die nächste Herausforderung: die Big-Boat-Szene. Ab dem Winter 2009 wird das Ausnahme-Duo an spektakulären Orten wie Hongkong, Singapur und Oman gegen die besten Segler der Welt antreten, ehe es 2010 Richtung Europa geht. Mit von der Partie in der fünfköpfigen Crew sind neben Hagara/Steinacher zwei
weitere Profi-Segler aus der internationalen Big-Boat-Szene sowie ein Gast pro Rennen.

Katamaran fünf Mal so schnell wie eine RC44

200 Quadratmeter Segelfläche, 20 Meter Höhe, 13 Meter Länge und
Geschwindigkeiten bis zu 75 km/h. Das sind die Eckdaten des neuen
40-Fuß-Katamaran, der direkt von der Fabrik in Amsterdam nach Asien
transportiert wurde. Nach akribischen Vorbereitungen gibt es Ende November die erste Prüfung: ein Testlauf gegen sechs Konkurrenzteams in Hongkong.

„Wir wollen uns bei den drei Rennen für Europa vorbereiten und eine
Stammcrew auswählen. Wir haben Olympia-, America‘s-Cup- und
Volvo-Ocean-Race-Teilnehmer unter Beobachtung“, so Steinacher, der für Taktik und Großschott verantwortlich ist.

Skipper Roman Hagara fügt hinzu: „Das Boot ist mit vier Profis eigentlich unterbesetzt, extrem schwer zu bändigen und fünf Mal so schnell wie eine RC44.“

Enorme Dimensionen

Auf dem Programm stehen zunächst drei Rennen der Extreme Sailing Series Asia in Hongkong, Singapur und Oman zwischen November 2009 und Februar 2010. Im April 2010 kehrt das Team dann nach Europa zurück, um im Laufe des Sommers dort an mindestens sechs Rennen teilzunehmen.

Trotz der langjährigen Erfahrung des Duos weiß Steinacher, dass das Segeln in die Big-Boat-Szene eine Nummer größer als alles Bisherige ist - und zwar in allen Sinnen: „Die größten Herausforderungen werden die enormen Dimensionen des Bootes sein. Wir fahren keine Langsteckenregatten sondern wir kommen mit unserer Maschine in die Stadt und segeln auf engstem Raum nahe am Ufer und vor den Zusehern.“

Auch wenn der Fokus für die Saison 2009/10 eine Top-Drei-Platzierung bei der Asia Tour ist, reizt als Fernziel eine Teilnahme am America‘s Cup, wo man bereits Erfahrung gesammelt hat: „Seit dem Sommer 2008 war ich zwei Mal mit BWM Oracle im Training auf dem Katamaran unterwegs. Sowohl Oracle als auch Alinghi verfügen über zwei Boote“, erklärt Hagara.  Für den Burgenländer erfolgt mit dem Einstieg in die Welt der Big-Boats ein Schritt in die Zukunft des Sports: „Das Rennen ist die Zukunft im Segelsport und wir wollen daran teil haben.“ Wer den Wiener und den Zeller kennt, weiß, dass dies keine leeren Phrasen sind.